Jeder, der nach Berlin reist, muss sich das Gebäude des Reichstags anschauen. Aus den News kennt jedweder das Reichstagsgebäude. In Echt ist es natürlich ein völlig anderes Erleben.
Man sollte immerhin einmal gesehen haben, wo die Regierungspolitik unserer Republik gestaltet wird, nämlich hier im Reichstagsgebäude, wo der Bundestag untergebracht ist. Freilich genauso in der unmittelbaren Nachbarschaft findet Politik statt. Bundesministerien, Bundesbehörden, Presse und nicht zuletzt das Bundeskanzleramt sind vom Reichstagsgebäude bequem auf dem Fußweg zu erreichen.
Schon nur dank der großen Historie des Reichstags rentiert sich eine Visite. Nirgendwo anderweitig als an dieser Stelle ist Vergangenheit so komprimiert. Man glaubt es kaum, aber der Grundstein zum Abgeordnetenhaus wurde vom Wilhelm Dem Zweiten persönlich Anfang der Achtziger Jahre des 18. Jahrhunderts gelegt.
Es gibt Fotografien von Scheidemann, wie er von einem Balkon des Reichstagsgebäudes vor einer Menschenmasse die Republik ausruft.
Im Februar 1933 zündete der holländische Kommunist Lubbe das Reichstagsgebäude an. Es wurde zu keiner Zeit geklärt, ob er in Wahrheit der Täter war. Der Reichstag wurde enorm zerstört. Die Nazis hatten das Reichstagsgebäude nicht wieder errichten lassen und durch die Bombardierungen im Weltkrieg wurde er sozusagen komplett zerstört. In den 60ern des letzten Jhrdts entschloss man sich, das Reichstagsgebäude erneut ganz aufzubauen. In den Jahren hinterher wurden unregelmäßige Sitzungen des deutschen Bundestags, der bekanntlich seinen Sitz in Bonn hatte, veranstaltet. Zu Beginn der 90er Jahre beschloss der deutsche Bundestag, dass die Volksvertretung nach Berlin umzieht. Dafür musste das Reichstagsgebäude umgebaut werden. Stararchitekt Foster fügte die Glaskuppel als Neuerung hinzu.
Aufgrund der Glaskuppel und der Besuchsmöglichkeit des Reichstags kommen erheblich mehr Touris nach Berlin. Das Reichstagsgebäude ist ein richtiger Besuchermagnet geworden.
Infolge der zentralen Position ist das Reichstagsgebäude bestens auf dem Fußweg zugänglich. Wie auch vom U-BahnhofPotsdamer Platz als von Unter den Linden sind es nicht mal 10 Min. Fußweg. Weil indessen der Zustrom zu viel geworden ist, hat man die Visite des Reichstagsgebäudes andersartig strukturiert. Man steht nicht mehr in einer Warteschlange, sondern ist es notwendig im Voraus eine Führung bestellen. Somit kommt man in das Gebäude.
Der Einlass in das Reichstagsgebäude ist gratis, was man begleichen muss, ist die Führung. Der Preis hält sich jedoch im Rahmen.
Die Geführte Besichtigung erstreckt sich über ausgewählte Gebäudeteile und endet mit einem Gang zur Kuppel. Von dort kann man einen Eindruck des Plenarsaals erlangen, neben der Besuchertribüne ist das der einzige Platz, von wo aus man den Bundestag erblicken kann.
Für das Cafe bei der Kuppel aus Glas ist man dankbar. So eine geführte Besichtigung ist stressig und da ist eine Erfrischung genau das Richtige
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